Biografie von Alfred Adler

Alfred Adler ist ein bekannter Arzt und Psychotherapeut, Schöpfer des Systems der Individualpsychologie.

Kindheit und Jugend

Alfred Adler war eines von sieben Kindern in der Familie eines jüdischen Getreidehändlers und seiner Frau. Als Kind litt er an Rachitis und konnte erst vier Jahre laufen. Im Alter von fünf Jahren litt er schwer unter einer Lungenentzündung. Alle seine Kinderkrankheiten beeinflussten seine Entscheidung, Arzt zu werden.

Alfred Adler erhielt seine Grundschulausbildung in einem klassischen Gymnasium. Dann trat er in die Universität Wien an der Medizinischen Fakultät ein, die er 1895 abschloss. Während seines Studiums begann er eng mit einer Gruppe von Sozialisten zu kommunizieren.

Karriere

Zu Beginn seiner Laufbahn war Adler

in der Augenheilkunde tätig, wechselte dann aber zur Therapie. Von Kindheit an interessierte er sich für den Sozialismus und schrieb sogar Artikel für sozialistische Zeitungen. Im Jahr 1902 wurde Adler von dem berühmten Psychiater Sigmund Freud eingeladen, die „Psychologie Club am Mittwoch,“ beizutreten, deren Mitglieder verschiedene Aspekte der Psychoanalyse untersucht.

Im Jahr 1910 Adler wurde Präsident der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, sondern von dieser Zeitdifferenz mit Freuds Ansichten wurde stärker, und Adler das Unternehmen ein Jahr später verließ.

1912 gründete Adler die Gesellschaft für Individualpsychologie. Und trotz der Tatsache, dass er Freuds Gesellschaft wegen der unterschiedlichen Ansichten und Gedanken verließ, respektierten Adler und Freud einander und ließen sich von der Arbeit des anderen inspirieren. Im Jahr 1913 nannte Adler seine Lehren ein System der individuellen Psychologie.

Während des Ersten Weltkrieges diente er drei Jahre in der Krankenhausversorgung. Nach dem Krieg gründete er in Wien eine Poliklinik für Kinder mit schweren psychischen Erkrankungen. Er schlug auch vor, die Position einer Person in Schulen einzuführen, die für die Arbeit mit Kindern mit instabilem Verstand verantwortlich ist.

1924 nahm er die Einladung an und nahm die Stelle eines

Dozenten am Pädagogischen Institut in Wien an. Er reiste oft und hielt Vorträge in vielen Bildungseinrichtungen in Europa und Amerika. 1927 wurde er Gastprofessor an der Columbia University.

Im Jahr 1932, nach dem in Österreich, Hitlers Partei an die Macht kam, zog Adler nach New York, wo er den Posten des Professor an der Medizinischen Hochschule von Long Island nahm. Bis zum Ende seiner Tage bereiste er mit seinen Vorträgen die Welt.

Alfred Adler war ein sehr produktiver Schriftsteller und schrieb über 300 Bücher und Artikel in seinem Leben. Die bedeutendsten seine Arbeit. „Praxis und Theorie der Individualpsychologie“, „Verständnis der menschlichen Natur“, „Der Sinn des Lebens“

Grundlegende Arbeit

Er gründete die „Vereinigung der Individualpsychologie“ Adler, die ursprünglich den Namen „Gesellschaft der Freien Psychoanalytischen Studien“ trug. Seine Arbeit wurde von einem ganzheitlichen Ansatz zum Studium der menschlichen Psychologie und Persönlichkeit beherrscht. Er definierte mehrere fiktive Ziele, die in der Mehrzahl unbewusst sind. Adler war überzeugt, dass die menschliche Psychologie psychodynamisch ist und teleologisch erklärt werden kann. Er glaubte auch, dass das bewusste und das Unbewusste paarweise arbeiten, um fiktive Ziele zu erreichen. Adler glaubte, dass der Minderwertigkeitskomplex die Definition der Persönlichkeitsentwicklung der Person stark beeinflusst. Er dachte auch, dass der Minderwertigkeitskomplex einer der Hauptfaktoren von Problemen mit dem Verhalten bei Kindern ist.

Persönliches Leben und Erbe

Während seines Studiums in Wien traf sich Alfred Adler mit Raisa Epshtein, einer russischen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Das Paar heiratete 1897, sie hatten vier Kinder. Seine Tochter Alexander wurde eine Psychiaterin und öffentliche Figur und Valentins Tochter – eine Schriftstellerin und öffentliche Figur.

Während seines Arbeitsaufenthalts an der Aberdeen University in Schottland starb Adler im Alter von 67 Jahren unerwartet an einem Herzinfarkt.

1952 wurde in Chicago die „Adler School of Professional Psychology“ gegründet, um die Arbeit eines hervorragenden Psychiaters fortzusetzen.

Interessante Fakten

Sigmund Freud und Alfred Adler waren Kollegen – keiner von ihnen wurde von einem anderen betreut, wie in einigen Quellen erwähnt.

Als starker Anhänger des Sozialismus teilte Alfred Adler die Ansichten der Marxisten voll und ganz.

Er glaubte, dass die Reihenfolge der Geburt von Kindern in seiner Familie seine Persönlichkeit beeinflusste.


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