Schlösser im mittelalterlichen Europa

Zuerst lebten die Feudalherren in Lagern auf hohen Hügeln, die von Gräben, Erdwällen und Palisadenlagern umgeben waren. Der einzige bemerkenswerte Bau eines solchen Lagers war der Donjon – ein mehrstöckiger Turm aus Holz oder Stein. Der Donjon war nicht nur die wichtigste Verteidigungsanlage, sondern auch eine Voraussetzung für den Besitzer und seine Familie.

Im XII Jahrhundert. Das Schloss war bereits von massiven Steinmauern umgeben, es erschienen großzügige Räume mit allen Annehmlichkeiten dieser Zeit. Das Schloss hatte ein Eingangstor, ausgestattet mit einer Zugbrücke, über einen Graben geworfen. Nachts und bei Annäherung des Feindes wurde diese Brücke gehoben. Im Bogen des Tores war auch ein Eisengitter angebracht, das im abgesenkten Zustand ein zusätzliches Hindernis für ungebetene Gäste darstellte. In der Schutzmauer waren Fensterlöcher – enge Öffnungen, durch die der Feind die Pfeile füllte.

Es war nicht immer möglich, einen Brunnen in der Burg zu graben, also wurden sie von Regenwassertanks oder Wasser von unten behandelt. Als die Burg belagert wurde, hatten ihre Bewohner eine schwere Zeit ohne Wasser und Nahrung, deren Vorräte schnell endeten.

In den XII-XIII Jahrhunderten. Ganz Europa war schon durch feudale Schlösser aufgebaut – die düsteren, kalten Zufluchtsorte des Adels. Nur in Frankreich gab es ungefähr 40 Tausend. Die Schlösser ermöglichten es den Feudalherren, die im Landkreis lebenden Bauern in Gehorsam zu halten. In der Bevölkerung war der bloße Anblick des Schlosses erschreckend, besonders weil Leute über unterirdische Kasematten sprachen, in denen faule ungehorsame Leute nagten. Die Burg machte den Lehnsherrn weniger abhängig vom König.


Schlösser im mittelalterlichen Europa