Sommerregen

Der Tag war wunderbar – hell und sonnig. Ich hatte nicht einmal Zeit zu verstehen, woher der scharfe, böige Wind kam, der die reglosen Bäume vor der Hitze zittern ließ. Der Wind schleppte eine riesige, blau-schwarze Wolke hinter sich her, die die Passanten mit fernen Donnergeräuschen erschreckte.

Dann war alles wie in einem Film, wenn der Film doppelt so schnell gescrollt wird. Die Bäume bückten sich unter den Windböen, ihre Spitzen rasten von einer Seite zur anderen, als wollten sie alle Blätter abwerfen. Leute von träge, müde von der Hitze von Passanten sind in wählerische Ameisen verwandelt. Sie beschleunigten das Tempo, jemand rannte in der Hoffnung, schnell zum Tierheim zu kommen.

Der Regen wurde plötzlich und heftig ausgegossen, als ob jemand einen großen

Trog mit Wasser von oben gedreht hätte. Auf der Straße bildeten sich sofort Pfützen, durch die schwere Tröpfchen mit schrecklicher Gewalt tröpfelten. Das Land hatte keine Zeit, Wasser aufzunehmen, und schmutzige Ströme liefen über die Straßen, wischten Zweige, Papierfetzen und andere kleine Trümmer ab. Es wurde dunkel, als wäre der Abend gekommen. Donner und Blitz zerrissen den tobenden Himmel in Lumpen. Regenschirme schützten die Menschen nicht vor dem Regen, sondern dienten nur als Segel für den Wind, der explodierte – ihre Besitzer wurden irgendwo auf der Straße weggetragen. Das Brüllen war so, dass es schien, dass das Ende der Welt gekommen war.

Der Regen endete so plötzlich, wie er begonnen hatte. Der Wind hat sich gelegt, als wäre er nicht da. Die Sonne tauchte hinter den Wolken auf und blickte überrascht herab. Die angespülte fröhliche Welt funkelte in leuchtenden Farben. Die Bäume raschelten mit leuchtend grünem Laub, irgendwo wurden durchnässte, durchnässte Spatzen ausgesucht, und teilten sich lautstark Eindrücke miteinander. Nicht nur ich, sondern viele Passanten waren nass bis auf die Haut, aber fröhlich und glücklich. Jeder lächelte und atmete leicht und frei.

Sommerregen – das ist großartig!


Sommerregen