Theater von Moskau

Besonders beliebt sind unter den Moskauer Theatern das Bolschoi-Theater, das Moskauer Künstlertheater, das Kleine Theater, die Operettentheater, Satiren, Sovremennik und andere.

Die Theaterkunst in Moskau begann sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts zu entwickeln. Die ersten Theateraufführungen sind mit Aufführungen von Witzbolden, Narren verbunden. 1672 erschien in Moskau das erste russische Hoftheater: In der Sommerresidenz des Zaren Alexej Michailowitsch wurden Aufführungen vor allem zu biblischen Themen begonnen. Bei Peter dem Großen gab es in der Slawisch-Grekolatinsky-Akademie ein Schultheater. Dann wurde 1757 an der Moskauer Universität ein Theater eröffnet, dessen Studentengruppe bald zum professionellen Theater wurde und das „Russische Theater“ genannt wurde.

Hier begannen die ersten russischen Schauspieler ihre Arbeit: TM Troepolskaya, IF Lapin, AM Mikhailova und andere.

Fürst P. V. Urusov und Unternehmer M. Medox im Jahr 1776 schuf das erste in Moskau permanent öffentliche professionelle Theater, für die speziell ein großes Gebäude in der Petrovka Street gebaut. Und hier zum ersten Mal in Moskau wurde die Komödie von D. Fonvizin „The Nedorosl“ gezeigt.

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verbreiteten sich die Leihbühnen: das Moskauer Scheremetew-Theater in Kuskowo und Ostankin, die Jussupows in Archangelsk. Fürst Wolkonski hatte mehrere Theater, in denen nicht nur Leibeigene spielten, sondern auch Amateure von Adligen und Großgrundbesitzern. Reiche Adlige gründeten ihre eigenen Heimtheater: Künstler wurden von teuren Lehrern aus Frankreich und Italien unterrichtet. Viel Geld wurde für Theaterkulissen und Kostüme ausgegeben. Für viele Adlige war das Leibe Theater ein Beleg für ihren Reichtum. Mit Beginn des Winters, sobald der Schlittenweg eingerichtet war, kamen die Besitzer solcher Privattheater von ihren Gütern mit Schauspielern und zahlreichen Dienern nach Moskau. Auf den Bühnen wurden Tragödien, Opern und Ballette aufgeführt, die laut waren.

Ein wichtiges Ereignis im Theaterleben war in Moskau die Gründung des Bolschoi-Theaters.

Es wurde 1776 unter Kaiserin Katharina II. Organisiert. Seine erste Truppe bestand aus 22 Personen, darunter Laienschauspieler, die an der Moskauer Universität auf der Bühne standen, sowie die besten Künstler aus den Theatersälen in Moskau und der Moskauer Region. Seit zweihundert Jahren hat das Bolschoi-Theater die Liebe zum Publikum gewonnen und verdient nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland Ruhm.

Auch das Moskauer Maly-Theater hat eine lange Tradition. Seine Schauspieltruppe bestand im 18. Jahrhundert und wurde offiziell unter dem Namen „Maly-Theater“ 1824 eröffnet. Er begann in einem neuen Gebäude zu arbeiten, das bis heute erhalten geblieben ist. Hier gab es eine Schule der russischen realistischen Schauspielerei. Die ersten berühmten russischen Schauspieler traten im Maly-Theater auf und spielten in den Stücken von Alexander Gribojedow, Nikolai Gogol, Alexander Ostrowski sowie in den Tragödien von Shakespeare, Schiller und anderen westeuropäischen Klassikern.

Später entsteht das Moskauer Kunstakademietheater oder das Moskauer Akademische Kunsttheater, das den Namen Maxim Gorki trägt. Dieses Theater wurde 1898 von Stanislawski und Nemirowitsch-Dantschenko gegründet und leistete einen großen Beitrag zur Entwicklung der russischen und internationalen Theaterkunst. Im Zentrum der schöpferischen Tätigkeit des Theaters steht das Stanislawski-System – seine Lehre über die realistische Kunst des Schauspielers, die Arbeit des Schauspielers über die Rolle.


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