Ein Tag am Fluss

Eines Tages im Spätherbst weckte mich nachts etwas auf. Ich lauschte: Es klingelt, und ich begriff, dass es nichts anderes war als eine Glocke, die sich in der Nähe des Tores befand. Ich stand auf, zog mich an. Ich lebte allein in einem leeren Haus, in einem Dorf, dreihundert Kilometer von Moskau entfernt. Niemand konnte nachts zu mir kommen, das ganze Dorf schlief.

Ich öffnete das Tor – niemand war dahinter, aber mein Freund der Angler, der Direktor des Moskauer Theaters.

“Zwei Tage von Moskau!” sagte er glücklich. – Polovit. Was für eine Nacht! Und die Luft!

“Wie bist du dorthin gekommen?”

– Großartig! antwortete der Direktor. “Ich habe überhaupt nicht auf dem Boot geschlafen.” Alles war besorgt. Ich schließe meine Augen und sehe: das dunkle Wasser, der graue, stille Himmel, die Morgendämmerung bricht gerade…

– Schlaf?

– Nein, das du. Ich will überhaupt nicht schlafen. Wir haben Tee, wir kommen zusammen und in einer Stunde ziehen wir nach Prorva.

– Natürlich werden wir.

In einem leeren Haus wurde es sofort laut.

Wir verließen das Haus im Dunkeln. Regenwasser in den Spuren bedeckt mit einem transparenten Eis. Es roch nach Gras. Eine Stunde später gingen wir nach Prorva. Wasser! Jetzt war es graugrün, herbstlich und erinnerte irgendwie an das Meer. Der Fluss schien völlig leblos zu sein. Wir wählten einen Ort aus dem Westwind geschlossen.

Seltsames Gefühl. Ich spürte ein ausgeprägtes Gefühl ungewöhnlicher Ruhe und die Annäherung an etwas Mysteriöses. Offensichtlich war dieses Gefühl dem ähnlich, was wir Glück nennen…


Ein Tag am Fluss